Ostfriesland Cup 2019 - Der große Durchbruch
Ostfriesland Cup 2019 – Das Jahr des Durchbruchs
2019 wurde zu dem Jahr, in dem der Ostfriesland Cup endgültig bewies, welches enorme Potenzial in diesem außergewöhnlichen Fußballprojekt steckt. Erstmals wurde auch die überregionale Medienwelt aufmerksam: Sat.1 reiste zum Gruppenspiel zwischen dem SV Frisia Loga und Kickers Emden an und berichtete über das Turnier – ein Meilenstein, der den Bekanntheitsgrad des Cups spürbar steigerte.

Was 2018 als mutige Idee begonnen hatte, entwickelte sich nur ein Jahr später zu einem der bedeutendsten und professionellsten Amateurturniere in ganz Ostfriesland. Die Vision der Organisatoren Ewald Adden und Manfred Bloem, den „kleinen Fußball ganz groß" zu machen, nahm 2019 eine neue Dimension an. Schon nach der Premiere war klar, dass dieses Turnier anders ist: regional verwurzelt, emotional aufgeladen, authentisch – und genau deshalb so besonders. Die Rückmeldungen aus Vereinen, Mannschaften und von den Fans bestätigten eindrucksvoll, dass der Ostfriesland Cup eine Lücke füllte, die lange bestanden hatte.
Zwei Leitgedanken standen dabei unverändert im Mittelpunkt: den kleinen Fußball groß zu machen und den regionalen Fußball sowie die ostfriesischen Vereine nachhaltig zu fördern. Der Cup sollte nicht nur sportlich begeistern, sondern auch strukturell etwas bewegen – und genau das gelang.
Neue Spielorte, neues Format, neue Möglichkeiten
Um das Turnier für mehr Vereine zugänglich zu machen, wurde 2019 erstmals auf neutralen Plätzen gespielt. Mit Concordia Ihrhove und TB Twixlum kamen zwei zusätzliche Austragungsorte hinzu, an denen jeweils ein kompletter Gruppenspieltag stattfand. Die übrigen Spiele wurden – wie schon 2018 – in Loga und Firrel ausgetragen. Das neue Konzept erwies sich als Volltreffer: mehr Zuschauer, mehr Atmosphäre, mehr Identifikation.

Parallel dazu professionalisierte sich das Turnier weiter. Eine eigene Homepage entstand, eine hochwertige Musikanlage wurde angeschafft, Rasenlogos kamen hinzu – und erstmals wurde sogar mit originalen Champions-League-Bällen gespielt. Diese Neuerungen verliehen dem Turnier ein außergewöhnliches Niveau, das im Amateurbereich seinesgleichen suchte.
Eine besondere Anekdote unterstreicht die wachsende Aufmerksamkeit: Mindestens ein Exemplar des damaligen Turniermagazins schaffte es direkt bis vor das Estadio Wanda Metropolitano in Madrid – dem Zuhause von Atlético Madrid und Austragungsort des Champions-League-Finals 2019 zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool. Ein symbolträchtiger Moment, der zeigte, wie weit die Strahlkraft des Cups schon damals bereits reichte.

Starke Partner – ein starkes Fundament
Auch die Zahl der Sponsoren wuchs deutlich. Immer mehr Unternehmen erkannten den Wert dieses Projekts und unterstützten den Cup. Dadurch konnte die Gesamtprämie auf beeindruckende 20.800 Euro gesteigert werden – ein Rekord im ostfriesischen Amateurfußball. Trotz der steigenden Nachfrage nach einer Erweiterung des Teilnehmerfeldes hielten Adden und Bloem am Konzept fest, die besten acht Mannschaften Ostfrieslands antreten zu lassen.
Für das Turnier 2019 qualifizierten sich TuS Strudden, VfL Germania Leer, Grün-Weiß Firrel, TV Bunde, TuRa 07 Westrhauderfehn, SV Frisia Loga, BSV Kickers Emden und der SV Großefehn.
Die größte Überraschung: Strudden sorgt für Furore
Sportlich sorgte vor allem der TuS Strudden für Aufsehen. Der damalige Bezirksligist besiegte den Landesligisten und Topfavoriten Grün-Weiß Firrel mit 2:0 und sicherte sich sensationell den Gruppensieg in Gruppe A. Für Firrel und Germania Leer bedeutete dies das frühe Aus.

Auch der SV Frisia Loga setzte in Gruppe B ein deutliches Ausrufezeichen: Der Verein bezwang den damaligen Oberligisten Kickers Emden und zog gemeinsam mit TuRa 07 Westrhauderfehn souverän ins Halbfinale ein. Dort musste sich Strudden dann Loga geschlagen geben, während Westrhauderfehn gegen den TV Bunde den Finaleinzug perfekt machte.
Ein Finale vor großer Kulisse
Das Endspiel in Loga wurde vor rund 1.000 begeisterten Zuschauern ausgetragen – eine Kulisse, die die besondere Bedeutung des Turniers eindrucksvoll unterstrich. TuRa 07 Westrhauderfehn zeigte im Finale seine ganze Klasse und gewann mit 2:0 gegen Frisia Loga. Der Lohn: die bis dahin höchste Turnierprämie von 6.800 Euro.



Ein Leuchtturm des regionalen Fußballs
2019 war das Jahr, in dem der Ostfriesland Cup endgültig zu einem Leuchtturmprojekt des regionalen Fußballs wurde. Er brachte Vereine zusammen, begeisterte Fans, schuf neue Möglichkeiten und setzte Maßstäbe für Professionalität im Amateurbereich. Die Idee war aufgegangen – und sie wuchs weiter. Der Ostfriesland Cup war längst mehr als ein Turnier. Er wurde ein Stück ostfriesische Fußballkultur.
Die Bilder wurden uns größtenteils von Volkhard Patten zur Verfügung gestellt.